Medikamente als Auslöser von Demenz

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In mehreren Beiträgen auf demenzrisiko.de weisen wir auf Fachbeiträge und Untersuchungen hin, die die Altersmedizin als Auslöser von Demenz sehen.  In seinen Büchern über Psychopharmakologie beschreibt der Psychiater Dr. Peter Breggin  die Neurotoxizität  häufig verordneter  Medikamente.

Mit unerwünschten  kognitiven und neurologischen Nebenwirkungen ist bei allen Wirkstoffen zu rechnen,  die natürliche Abläufe im Gehirn blockieren.  Abhängig von der Dosis und Wechselwirung mit anderen Arzneimitteln, können  leichte bis schwere Beeinträchtigung festgestllt werden.  Insofern wäre es gute ärztliche Praxis, zunächst einmal zu untersuchen, inwieweit die angeordneten Medikamente eine diagnostizierte Demenz hervorrufen.  Zumindest müsste der Arzt den Patienten über einen möglichen Zusammenhang informieren.  Um heraus zu finden,  ob Demenzsymptome von bestimmten Medikamenten ausgelöst wurden, müssen diese zunächst abgesetzt werden.  Oft könnte alleine dadurch eine deutliche Besserung erreicht werden.

In allen Fällen in denen Medikamente eine Demenz auslösen, kann die Demenz durch Absetzen dieser Medikamente  behoben werden.  
Vermutlich trifft dies auf 70 Prozent aller vermeintlich Demenzkranken zu.
Tatsächlich besteht die Therapie jedoch nicht darin, Medikamente abzusetzen, sondern auf jedes neue Symtom mit einem weiteren Medikament zu reagieren.

Mir ist kein alter Mensch mit Demenz bekannt, der nicht wenigstens 5 ärztlich verordnete Medikamente täglich nimmt.  Darunter häufig Antidepressiva, Schlaf- und Beruhigungsmittel.  Aber auch Blutdrucksenker können Demenzsymptome hervorrufen. Denn ein „zu“ niedriger Blutdruck führt zu Sauerstoffmangel im Gehirn.  Ein erhöher Blutdruck ist eine sinnvolle Reaktion auf die Verengung von Gefäßen (Zerebralsklerose – Gefäßverkalkung). Um dann die Gehirnzellen ausreichend versorgen zu können, muss  das Blut mit höherem Druck bis zu den Zellen transportiert werden.  Wird der Blutdruck künstlich gesenkt, schont das zwar das Herz verschlechert jedoch die Durchblutung des Gehirns.

In der Zeitschrift Natur und Medizin 1/2024 beschreibt Dr. Johannes Wilkens, Direktor der Alexander von Humboldt Klinik,  die negative Auswirkung von Cholesterinsenkern (Statine).

In der Altersgruppe 75 Jahr und älter werden die Statine besonders häufig verordnet und aus meiner Erfahrung heraus würde ich die Cholesterinsenker sogar als einen zentralen Beschleuniger der Demenz sehen, wie überhaupt der Einfluss allgemein von pharmazeutischen Arzneien auf das Demenzrisiko unterschätzt wird.“  Dr. med. Johannes Wilkens

Wer kennt einen älteren Angehörigen, der keinen Cholesterinsenker nimmt?

Demenz fällt nicht vom Himmel.  Da Ärzte im allgemeinen weder  darauf achten, ihre Patienten vor einer medikamentös erzeugten Demenz zu schützen noch eine solche Ursache in Betracht ziehen, kann der Patient sich im Grunde nur selbst schützen.

Mein Rat an alle älteren Menschen, die ihr Leben nicht im Zustand der Demenz beenden wollen:

  • Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bei jedem Medikament nach entsprechenden Risiken, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Mitteln.
  • Achten Sie bei der Einnahme eines neu angeordneten Medikamentes speziell auf Veränderungen der  Merkfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit.
  • Hinterfragen Sie die Notwendigkeit jedes Medikamentes. Denn es gibt kein Medikament ohne schädliche Nebenwirkungen.  Alle Wirkstoffe, die isoliert zugeführt werden, um einen vermeintlichen Mangel oder Überschuss auszugleichen, sind Eingriffe in die natürliche Ordnung.

Bleiben Sie selbstbestimmt und kritisch gegenüber einer Medizin, die den Blick für das Ganze verloren hat. Kümmern Sie sich selbst um ihre Gesundheit anstatt mit jedem Wehwechchen gleich zum Arzt zu laufen. Dann haben Sie gute Aussichten bis ins hohe Alter mit wachen Sinnen am Leben teilnehmen zu können.

Adelheid von Stösser, im März 2024

 

Zum Beitrag: Viele Medikamente begünstigen Demenz.

Buchempfehlung:  Cholesterinsenker – das unterschätzte Risiko

 

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